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Landtagsabgeordneter und Landesminister a.D. zu Besuch bei der Musikschule Niedergrafschaft

Reinhold Hilbers, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der Grafschafter CDU-Kreistagsfraktion, hat vor wenigen Tagen erneut die Musikschule Niedergrafschaft besucht. Bereits in 2022 hatte er noch in seiner Funktion als Finanzminister des Landes Niedersachsen gemeinsam mit dem damaligen Landesminister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, die Bildungseinrichtung besichtigt und Einblick in die musikalische Arbeit dort erhalten.


„Ich freue mich sehr über den guten Kontakt, den Herr Hilbers mit unserer Bildungseinrichtung pflegt“ erläutert der Leiter der Musikschule Niedergrafschaft Boyan Karanjuloff. „Er ist ein gern gesehener Gast bei vielen Veranstaltungen der Musikschule wie z.B. ‚Die Zauberflöte‘ in Neuenhaus oder auch das monumentale Oratorium ‚The Peacemakers‘ in Emlichheim im letzten Jahr. Das alles bekundet echtes Interesse an unserer Arbeit.“


Während städtische Regionen oftmals auf ein breites kulturelles Angebot zurückgreifen können, nehmen Musikschulen im ländlichen Lebensraum der Menschen eine zentrale Rolle als Kulturträgerinnen und Bildungsinstitution ein. Somit erfüllt die Musikschule Niedergrafschaft Aufgaben, die weit über den Musikunterricht hinausgehen und schafft kulturelle und soziale Impulse, die für die Lebensqualität in der Region unverzichtbar sind. Herr Hilbers und Herr Karanjuloff sind sich einig, dass mit ihren 1.700 Schülerinnen und Schülern die Musikschule Niedergrafschaft die größte Bildungseinrichtung in der Region ist und ein wichtiger Standortfaktor.


Als Vertreter der kommunalen Träger der Musikschule haben auch Hajo Bosch (Samtgemeindebürgermeister Uelsen), Günter Oldekamp (Samtgemeindebürgermeister Neuenhaus) und Ansgar Duling (Samtgemeindebürgermeister Emlichheim) am Gespräch teilgenommen.


Der Musikschulleiter Herr Karanjuloff hat über verschiedene Herausforderungen, mit denen sich die Einrichtung momentan konfrontiert sieht, berichtet. „Mit dem sogenannten Herrenberg-Urteil hat das Bundessozialgericht seine Rechtsauffassung in Bezug auf den Umgang mit Honorarkräften an Musikschulen gewandelt. Diese neue Rechtsauffassung hat uns vor erhebliche, insbesondere finanzielle Herausforderungen gestellt und gezwungen, nur zwei Jahre nach der turnusgemäßen Gebührenanpassung in 2023, eine weitere Gebührenerhöhung in 2025 durchzuführen. Klar ist, dass wir den Zugang zur musikalischen Bildung für alle Bürgerinnen und Bürger erhalten möchten und somit sind wir an dieser Stelle den kommunalen Trägern für die Unterstützung durch Erhöhung der Verbandsumlage sehr dankbar. Ich als Schulleiter lege großen Wert darauf, dass unsere Musikschule auch in Zukunft eine Musikschule für alle bleibt, so dass die musikalische Bildung bei uns in der Niedergrafschaft nicht vom Geldbeutel abhängig ist.“


Auch die beunruhigenden Ergebnisse der „MiKADO-Musikstudie“ der Rektorenkonferenz der Musikhochschulen (RKM) unter Mitwirkung des Verbands deutscher Musikschulen (VdM) wurden thematisiert. „Es wird daraus deutlich, dass der Fachkräftemangel bis 2035 nicht an Brisanz verlieren wird, ganz im Gegenteil. Wer also seine Lehrkräfte halten möchte, muss für adäquate Arbeitsbedingungen sorgen und dazu gehört auch die Raumausstattung.“, erläutert Karanjuloff und ergänzt: „Die Kommunen stehen selbst vor großen finanziellen Herausforderungen, somit muss das Land Niedersachsen die Fördermittel für die öffentlich-rechtlichen Musikschulen auf 10% erhöhen, weil wir ansonsten Gefahr gehen, dass sich zukünftig nur noch wenige Menschen Musikunterricht werden leisten können.“


Reinhold Hilbers dankte der Musikschule Niedergrafschaft für ihr Engagement. Er betonte, die musikalische Bildung sei wichtig für die Kultur im ländlichen Raum, stärke aber auch die Kinder und trage zur Persönlichkeitsbildung bei.

Der Landtagsabgeordnete Hilbers sagte der Musikschule zudem weitere Unterstützung zu. Bei den Haushaltsberatungen im Landtag hat die CDU-Fraktion zusätzliche Unterstützung für die Musikschulen gefordert. Die Veränderungen im Arbeitsrecht und die Kostensteigerungen könnten nicht allein von den Musikschulen aufgefangen werden. Das Angebot müsse für die Eltern bezahlbar bleiben.



 
 
 

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